Wohin mit den Träumen in dieser verkauften Welt oder
Das Recht auf Leerstand
Unsere Arbeit stellt die Hypothese auf das der Leerstand ein notwendiger Bestandteil der postmodernen urbanen Textur ist. In Abgrenzung zur gängigen urbanen bzw. architektonischen Praxis begreifen wir unsere Aufgabe als ArchitektInnen nicht darin jeden freigewordenen Raum wieder zu füllen, sondern auch darin, Räume in ihrer Nacktheit und scheinbaren Nutzlosigkeit freizustellen.
Besonders in der postkapitalistischen Stadt, die nicht mehr primär als Ort der Warenproduktion sondern als Ort des Lebens begriffen wird kommt dem Leerstand eine extrem wichtige Rolle zu: Sehnsuchtsproduktion, Ausstieg aus dem Verwertungsdenken, wartend, nutzlos steht der imaginäre, alles mögliche Freiraum wie eine Skulptur über der Stadt.