Die Stadt und der Hass. #Baudrillard

 

“ (…) Wir alle haben den Hass. Es hängt nicht von uns ab, ihn nicht zu haben. Wir alle haben die fragwürdige Sehnsucht nach dem Ende der Welt, die Sehnsucht, ihr ein Ende, einen Endzweck zu setzen —egal um welchen Preis, sei es um den des Ressentiments oder der totalen Ablehnung der Welt, wie sie ist. In dem Hass gibt es auch den Drang, die Dinge zu überstürzen, um mit dem System Schluss zu machen, um etwas anderes hervorzubringen, ein Ereignis, das von woanders herkommt, um den anderen hervorzubringen. In diesem coolen Fanatismus gibt es eine endzeitliche Form der Provokation und — vielleicht sogar — Hoffnung. (…)“

Jean Baudrillard, Die Stadt und der Hass, aus: Perspektiven metropolitan Kultur, Hrsg. Ursula Keller, 2000

 

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